Torsten Krug

Presse

2016/2017

Odyssee

Frei nach Homer
Fassung von Torsten Krug, Übersetzung Johann Heinrich Voß

"Regisseur Torsten Krug hat eine stimmige Textfassung erstellt, die alten Duktus und moderne Anspielungen fein ausbalanciert. Odysseus zeigt er nicht als strahlenden Helden unter Palmen, (...) sondern als gebrochenen Menschen. (...) Miko Greza ist als Kriegsheld, der zum Gärtner wird, nicht nur leibhaftig eine Wucht. Die Bilder, wie er sich das Gewächshaus von innen und außen aneignet, bleiben lange haften."
Anne Grages, Westdeutsche Zeitung

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KARUSSELL

Präsentation der Ausgabe "Liebe Lüge", November 2016



www.facebook.com/ZeitschriftKarussell

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Funken aus einem toten Meer

von Safeta Obhodjas

"eine beeindruckende Uraufführung des Stückes"

Bergische Blätter Oktober 2016

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2015

Literatur auf der Insel



Westdeutsche Zeitung, November 2015

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2011/2012

Die Wanze

Ein Insektenkrimi
nach dem gleichnamigen Buch von Paul Shipton
Deutsch von Andreas Steinhöfel
Für die Bühne bearbeitet von Karin Eppler, Daniela Merz und Gerd Ritter

"Viele filmische Elemente hatte Regisseur Torsten Krug vor der Premiere von 'Die Wanze' in den Kammerspielen des Stadttheaters versprochen − er hielt Wort. Mit 'Ich bin Muldoon, Wanze Muldoon', zeigt Schauspieler Raik Singer erstmals sein Gesicht, nachdem zuvor nur seine Finger auf dem Rand der überdimensionierten, bemalten Flasche, die das Bühnenbild bildet, zu sehen waren.
Das Fingerspiel erinnert an ein kleines, flinkes Krabbeltier, der Satz an Bond, James Bond. (...) Die Geschichte hat alles, was ein Krimi braucht: Verfolgungsjagden, Observationen, Hinterlist, einen gutmütigen Helfer und eine hilfebedürftige Schönheit. (...) Der stotternden Stubenfliege Jake, dem leisen Helden der Geschichte − er rettet Muldoon zwei Mal das Leben −, verleiht der Akteur mit viel Spucke und einem latenten Kratzen am Hals einen ganz besonderen Charme. Die amtierende Ameisenkönigin stellt Singer mit großem Pathos dar, die Wespenkönigin kann es mit schriller Stimme und Stehkragen mit jeder bösen Hexe aufnehmen und der Mistkäfer, Inhaber von Muldoons Stammkneipe Dixies Bar, spricht mit tiefer Stimme sächsisch vom Feinsten. Der Schauspieler akzentuiert jede seiner 14 Rollen mit Gestik, Mimik und Sprache. Die Zuschauer, egal ob jung oder alt, erkennen die Figuren sofort wieder. Krug und Singer ist die Umsetzung von Paul Shiptons Roman gelungen. Die Jungen erfreuen sich an frischem Wortwitz, Filmfans haben viel zu lachen und die Älteren werden zum Nachdenken über gesellschaftspolitische Themen wie Freiheit und Individualität angeregt."
Stefan Maurer, Heilbronner Stimme

"Die Bühnenversion des 'Insektenkrimis' hatte am Donnerstag in den Kammerspielen des Heilbronner Theaters Premiere, umjubelt von den jungen Besuchern, aber auch die Erwachsenen hatten ihren Spaß an der Ironie des Textes und dem respektlosen Zitieren von literarischen Vorbildern.
Muldoon ist immer für einen coolen Spruch gut – und kriegt dafür immer wieder eins übergebraten, weil die Bösen eben auch notorisch humorlos sind.
(...) Aber immer, wenn alles hoffnungslos scheint, läuft er zu großer Form auf, denn schließlich muss er nicht nur die Welt retten, sondern auch die reizende kleine Ameise Clarissa.
Zuviel Personal für die kleine Bühne, die Saskia Vollmer mit einem umgekippten zerbrochenen Becher möbliert hat? Aber nein. Regisseur Torsten Krug schickt Raik Singer als Muldoon auf die Bretter und lässt ihn auch gleich den zappeligen Jake, den sächselnden Wirt Dixie, die Ameisenkönigin, die Kakerlaken-Gang und und und verkörpern. Ein Krimi für einen einzigen – wandlungsfähigen und ungemein präsenten – Schauspieler und ein begeistertes Publikum."
Jürgen Strein, Fränkische Nachrichten

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2009/2010

Wut und Wiege (Uraufführung)

Ein Stück Revolution aus Musik
von Torsten Krug und Ensemble


"Stoff zum Träumen und Rebellieren: Überzeugendes Musiktheater mit 'Wut und Wiege' am Bremer Leibnizplatz

Revolution macht Spaß

Der Titel ist schlicht und abstrakt, das Potenzial dahinter offenbart sich jedoch beim ersten Akkord aus dem E-Bass. Thorsten zum Felde (musikal. Leitung) stimmt Robbie Williams Hymne „Let me entertain you“ an (...). Das Publikum ist elektrisiert. (...) Einmal mehr wandelt das Ensemble jenseits der Shakespeare-Pfade – und widmet sich der Musik. Ein Genre, in dem sie die Darsteller sichtlich zu Hause fühlen, so dass allein schon das lustvolle Agieren einen Blick auf die mit ihren Rollcontainern und der Garderobenstange an einen Backstagebereich erinnernde Bühne (Bühne: Heike Neugebauer) lohnt.
Eine Story im eigentlichen Sinne liefert „Wut und Wiege“ nicht. Dennoch ist der Musiktheaterabend alles andere als eine wahllose Aneinanderreihung. Die sechs Darsteller lassen sich von der Musik treiben, kleine Szenen entstehen wie aus dem Nichts und lösen sich ineinander auf. Die große, weitgefasste Klammer ist das Thema Revolution, besungen seit Jahrhunderten. Den Stoff zum Träumen und Rebellieren liefern Queen, U2, die Beatles, Marius Müller-Westernhagen oder gar Giacomo Puccini. Da streift sich der vermeintliche Spießer im Anzug beherzt das Che-Shirt über, da gerät die Chorprobe aus den Fugen und das Volkslied über den Kuckuck bietet Anlass zum Aufstand, da werden Träume vom Hochmast besungen und am Ende löst sich doch alles in einer großen, rhythmischen Show mit Queens Klassiker „The show must go on“ auf.
Regisseur Torsten Krug, Thorsten zum Felde und dem Ensemble (...) ist ein leichtfüßiger, humorvoller Abend gelungen. In kompakten 90 Minuten reisen die sechs Akteure quer durch die Musikgeschichte – und offenbaren ein erstaunliches musikalisches Potenzial. (...) So wissen die Darsteller der shakespeare company nicht nur als mimenreiche Schauspieler, sondern auch als Sänger und Musiker zu überzeugen. Mit Kinderschlagwerk, Gitarre, Akkordeon, Säge und Mundklavier wird ein musikalischer Rausch erzeugt. Oder ist es doch ein heimlicher Aufruf zur Revolution?"
Corinna Laubach
, Kreiszeitung


"Theater mit viel Musik und wenig Handlung
Die Bremer Shakespeare Company zeigt, wie Utopien ins Trudeln geraten: "Wut und Wiege"

Wovon man nicht sprechen kann, davon soll man schweigen, sagt der Philosoph. Aber man könnte auch davon singen, meint die Bremer Shakespeare Company, die jetzt aus einer Handvoll Songs ein Theaterstück gebastelt hat, das fast ohne Handlung, dafür mit umso mehr Musik auskommt. Es geht um Musik und Revolution - und wie Utopien ins Trudeln geraten. "Wut und Wiege" der Titel. In geschmackvoll drapierter Unaufgeräumtheit präsentiert sich zu Beginn die Bühne am Leibnizplatz. Wir sehen das Basis-Inventar des Rock and Roll: Transportkisten für Bühnenmaterial würfeln sich zur rauchgrauen Landschaft, Traversen greifen nach der Decke, ein Kühlschrank ruht und kühlt zur Seite. Am Boden lauern Lichtrampen darauf, illumieren zu dürfen. Die Gestalten, die sich aus diesem Kuddelmuddel herausschälen, beginnen mit zeitlupenartig verlangsamtem Gesang. Es ist für den Zuschauer recht spannend, den jeweiligen Song in dessen Zergliederung zu erraten, so, wie ihn der Musiker Thorsten zum Felde arrangiert hat. Dieser steht im Hintergrund wie ein befrackter Zeremonienmeister und zupft voll leiser Höflichkeit Akkorde. Vorne singt Beate Weidenhammer den Auftakt. Mit glitzerweißem Revue-Hut ist sie bei dieser Eröffnung wahrlich keine revolutionäre Erscheinung - ganz im Gegenteil: Die große kommerzielle Rock-Pose zitiert sie mit Robbie Williams' "Let me entertain you"; ein gespenstisch leises Skelett von einem Welthit. Gegen diese Art von (Kommerz-)Pop regt sich nun allerdings Widerstand. Eine schwarze Kapuzen-Gestalt (Janina Zamani) macht sich mit einem Pflasterstein wurfbereit. Um den sich anbahnenden Konflikt zwischen autonomem Straßenkämpfer und dem Bestverdiener der Musikindustrie zu bereinigen, pfeift die Regie von Torsten Krug eilig eine weitere Popfigur herbei: Als John Lennon muss sich Markus Seuß zwischen die Fronten werfen. Denn dass "Revolution" auch ein böses Reimpaar mit "Destruction" bildet, ist seit dem entsprechenden Beatles-Song bekannt. Aus diesem szenischen Prinzip entwickelt das Ensemble im Laufe der zweistündigen Show eine Flut von manchmal spritzigen, zum Teil jedoch auch etwas kraftlos verpuffenden Szenen. Dass die Songvorlagen mit recht originellen Bebilderungen konterkariert werden, ist dabei aber stets raffiniert konzipiert. Zum Beispiel, wenn Tim D. Lee den T.-Rex Schunkler "You won't fool the Children of the Revolution" in Gestalt eines halstuchtragenden Topverdieners bringt. Oder wenn aus dem Kühlschrank heraus plötzlich Svea M. Auerbach Volkslieder singt. In solchen Momenten ist die Company dann doch - auch ohne große Worte! - für eine Überraschung gut."
Sven Garbade
, Weser-Kurier

"Karikatur statt Aufstachelung
In der Shakespeare Company wurde "Wut und Wiege" uraufgeführt, ein Liederabend, der vor allem das Scheitern revolutionärer Ideen zelebriert
(...) Hier geht es nicht um eine Rebellion gegen die herrschenden Verhältnisse. Sondern um deren beinahe zwangsläufiges Scheitern. Was vom Geist des Umsturzes übrig bleibt ist Desillusionierung. In gute Unterhaltung verpackt.
In "Wut und Wiege", jetzt im Theater am Leibnizplatz uraufgeführt, erscheint die Revolution als eine Karikatur ihrer selbst. Das aber von Anfang an. (...)
Dem Ensemble rund um Regisseur Torsten Krug gelingt ein Stück, das musikalische Höhen wie Tiefen hat und in dem jeder der sechs SchauspielerInnen einzelne Glanzlichter setzen darf. Dazwischen gibt es auf der von Transportboxen, einem Kühlschrank sowie einer Kleiderstange umrahmten Bühne immer wieder gelungene szenische Ideen. (...)"
Jan Zier
, taz

"Regisseur Torsten Krug und dem Ensemble gelingt ein humorvoller Abend. Die Akteure offenbaren ein erstaunliches musikalisches Potential. Tosender Applaus!"
BILD

"Man genießt (...) die Spielfreude, die Regieeinfälle und die Gesangskunst und Sangeslust der mitwirkenden KünstlerInen. (...) Es wäre (..) ungerecht, einzelne Künstler hervorzuheben. Zu loben ist die Gesamtleistung, die am Schluß mit reichhaltigem Beifall belohnt wurde. Ein gelungener 'Revolutionsliederabend' (...), der viele Fragen offen läßt und dadurch zum Nachdenken anregt. Sehr zu empfehlen."
Bremer Lehrerzeitung


"Revolution bedeutet Veränderung. Tatsächlich war das Stück 'Wut und Wiege' (...) anders. Die Musik eroberte die Bühne und begeisterte das Publikum."
Weser-Report


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Maria Stuart

Trauerspiel von Friedrich Schiller

"Parabel auf den modernen Politzirkus

Viel Beifall für Schillers Trauerspiel "Maria Stuart" am Theater Annaberg-Buchholz - Fokus liegt auf der Figur der englischen Königin

Maria wirft sich auf den Boden, um Gnade bittend. Da ist sie ganz oben auf der Treppe, die das Podium für den berühmten Schlagabtausch der englischen und schottischen Königin darstellt. Elisabeth steht in diesem Moment unter ihr. Doch die Positionen der beiden Rivalinnen wechseln immer wieder, so wie jede in diesem gnadenlosen Wort-Duell mal triumphiert, mal unterliegt. Das ist ein spannendes Spiel, die stärkste Szene des Abends.
"Maria Stuart" hatte am Sonntagabend im Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz Premiere. Und schon die Optik (Ausstattung Saskia Vollmer) legte nahe, Regisseur Torsten Krug erfüllt mit seiner Inszenierung nicht allein einen Bildungsauftrag, vielmehr macht er Schillers Klassiker zu einer Parabel auf den modernen Politzirkus. Scheinheilige Strippenzieher, schmierige Hofschranzen, intrigante Karrieristen - die Truppe im Rücken der mächtigsten Frau Englands ist so widerlich eigennützig, wie die Herrscherin in ihrem Tiefsten zerrissen ist. Und genau dieser innere Widerstreit und die Frage, was macht Macht mit dem Menschen, stehen deutlicher im Fokus des Regisseurs als Marias Schicksal.
Da ist eine Frau, die das Richtige für ihr Land tun will, ihre Herrschaft sichern muss, sich in einer Männerwelt zu behaupten versucht - der Erfolgsdruck, unter dem Elisabeth steht, ist immens. Maria Richter schwingt eine Gerte, mit der sie ihre Untergebenen ebenso straft, streichelt wie auf Distanz hält. Nur in ganz wenigen Augenblicken, wenn sie ihre Perücke abnimmt, kann sie ganz sie selbst sein. Verletzlichkeit und Ratlosigkeit scheinen da auf, doch diese Momente sind rar und kurz. Den Schein von Stärke darf sie nach außen nicht verlieren, sonst ist sie selbst verloren. Sehr intensiv bringt Maria Richter diesen Zwiespalt auf die Bühne, die kaum auszuhaltenden Zwänge, die ihr Entscheidungen als Herrscherin abverlangen, die sie als Mensch so nicht treffen möchte. Die Qual, Marias Todesurteil zu unterschreiben und sich damit Schuld aufzuladen, wird beinahe körperlich spürbar.
Elisabeth ist die eigentlich interessante Figur der Inszenierung, bei Maria Richter sehr präsent, mit zu viel Geschrei aber leider auch zu einseitig, weil sie nur wenige Nuancen bietet. Julia Gorr bleibt in dem Stück der blassere Part. Dass sie am Ende das auf falschen Berichten ihrer Gegner - die umstürzlerische Absichten unterstellen - basierende Fehlurteil annimmt, ruhend in ihrem katholischen Glauben, bleibt eine Behauptung des Textes. Als Zuschauer nimmt man daran kaum Anteil. Sven Zinkan überzeugt als leidenschaftlicher Mortimer, der die Sache Marias entschlossen vertritt, ebenso Udo Prucha als lauterer Hüter der gefangenen schottischen Königin. Tim Osten (Graf von Leicester) und Thomas Tucht (Baron von Burleigh) verkörpern rattenhaft-hintertriebene Ehrgeizlinge, die mit ihren Ränken aus dem Hintergrund die Damen vor sich hertreiben. Allein Daniel Koch erspielt seinem Staatssekretär Davison, dem Elisabeth ohne konkrete Anweisung Marias Todesurteil in die Hand drückt, glaubhafte Skrupel. Es gab viel Beifall und Bravos von den Premierengästen."
Uta Trinks,
Chemnitzer Freie Presse

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Lieblingsmenschen

von Laura de Weck

"Schneller Sex und schnelle Kommunikation

Abkürzungen, Floskeln, SMS-Nachrichten und Einwortsätze: Die Kommunikation der Studenten Jule, Lilli, Sven und Darius ist so rasant wie ihr Nachtleben und so beliebig wie ihr schneller Sex.
Die Mädchen rätseln über den Plural von "Penis", die Jungs fragen sich, ob sie auch gut aussehen? In diesem Partytime-Reigen wird über Ängste und Unsicherheit locker-flockig hinweggeplappert. Nur Anna und Philip sind anders: Seit sechs Jahren ein Paar, büffelt Philip ständig fürs Medizinstudium und lässt sich nie blicken. Insgeheim bewundern alle das scheinbar spießige Pärchen.
Laura de Wecks Stück "Lieblingsmenschen" wäre so belanglos wie das sprachliche Niveau ihrer Protagonisten, würden die nicht eine Spur zu überdreht sein. So ist ihr kaum merkliches Zögern beredter als jenes stakkatohaftes SMS-Deutsch, das bei der Premiere der Tragikomödie in der Tribüne für die heftigsten Lacher sorgte. Die schnelle, dichte Inszenierung von Torsten Krug wirkt vor allem durch die Videos von Christian Schrills auf einer transparenten Leinwand sehr heutig. So werden Großstadtszenerien auf die Bühne geholt, aber auch viele Innenansichten."
Berliner Morgenpost

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2008/2009

Urfaust

von Johann Wolfgang von Goethe

"Der Teufel als Souverän
Premierenjubel für Goethes "Urfaust" im Theater Annaberg-Buchholz"

"Applaus und Blumen. Die Geburtstagparty geht ihrem Höhepunkt entgegen. Andächtig verharren die Gäste. Doch als Faust ans Mikrofon tritt - Sprachlosigkeit. Dann ganz zögerlich, nach mehreren Ansätzen: "Habe nun, ach...". Seine Zuhörer verstehen nichts, das Publikum im Annaberger Theater schon. Wie Marcel Reich-Ranicki zur Fernsehpreisverleihung im Oktober 2008 seinen verdatterten Huldigern unerwartet eine gepfefferte Medienschelte um die Ohren haute, trifft es auch die Faustgratulanten gänzlich unerwartet. Der verehrte Wissenschaftler, die Koryphäe, das Idol - ein einziger Zweifel.
Goethes "Urfaust" ist zurück im Erzgebirge. 1993 bereits hatte sich das Ensemble das dramatische Fragment zur Eröffnung der Jubiläumsspielzeit zum 100-jährigen Bestehen des Theaters ausgesucht. Premierenjubel nun ebenso am Sonntagabend für die neue Interpretation.
Den Osterspaziergang, nein, den gab es nicht, selbst wenn es kalendarisch gepasst hätte. Auch viele andere Szenen, die die Geschichte im Teil 1 der "Faust"-Tragödie rund machen, hat der "Urfaust" nicht zu bieten. Und so ist dieses Jugendwerk, das erst 55 Jahre nach Goethes Tod uraufgeführt wurde, eine ziemlich spröde Angelegenheit, mit abrupten Szenenwechseln. Doch Regisseur Torsten Krug setzt diesen Defiziten eine wunderbar plastische Figurenzeichnung entgegen, und Jan Steigert hat sich dazu eine multifunktionale Klappkulisse ausgedacht.
Zweifellos muss man Fausts Widerpart Mephisto an erster Stelle nennen. Sven Zinkan ist der Souverän des Abends, was vom Publikum deutlich honoriert wurde. Wie er sein Opfer Faust umschleicht, ihn rumkriegt, seine Studierstube, in der dieser nicht mehr als Staub aufwirbeln kann, zu verlassen und ins pralle Leben zu stürzen, das hat genau das richtige Maß an Scheinheiligkeit, Geschmeidigkeit und Arroganz, dass es nicht ins Klischee umkippt. Erst geht er noch gebückt, doch schnell ist er sicher im aufrechten Gang, und da überragt er seinen Zögling Faust nicht nur um Haupteslänge. Der Teufel weiß um seine Überlegenheit und kann ganz genüsslich die Geschicke lenken.
Tim Ostens Faust ist ein Zauderer, der sich in seiner Seelenpein windet wie ein Wurm. Wozu die Mühen, wenn sich die Welt doch nicht erkennen lässt? Wenn dieser Wicht Mephistos Ratschläge nicht hätte, wäre der schon hier am Ende. Die Leidenschaft zu Gretchen reißt ihn zwar raus, und er spürt das Leben. Doch er versagt wieder, auf ganzer Linie. Leider spielt sich Osten nicht frei, ist permanent so angespannt, dass man seinen Faust kaum als das nimmt, was er eigentlich ist - die Hauptfigur. Maria Richter dagegen ist ein sehr berührendes Gretchen, jugendlich, frisch, ernsthaft auch und absolut ergreifend in der Wahnsinnsszene im Kerker. Während sie selbst in diesem Moment noch ihre Schuld am Tod des eigenen Kindes und der Mutter reflektiert, schlägt Fausts Rettungsversuch fehl, und er taumelt wieder seinem Verführer hinterher.
Menschen in ihren Grenzen, in ihrer Fehlbarkeit, das erzählt Torsten Krug mit seiner Inszenierung, die er sprachlich bei Goethe belässt, ansonsten aber weit ins Heute holt. Überzeugend."
Uta Trinks, Chemnitzer Freie Presse

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2007/2008

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

"Das Ensemble ist bestens aufgelegt. (...) Lange herrscht Stille nach der letzten Szene, doch dann gab es langen Beifall."
Chemnitzer Freie Presse

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Agent im Spiel

von David S. Craig

"Torsten Krug, der Regisseur, hat ein Feeling für Themen solcher Art. Wie schon in 'Stones' sprüht auch hier die Truppe vor Einfällen, toben die Schauspieler furios über die Bühne. Hier wird nicht vordergründig über Lebenskrisen geplaudert, hier erzählen junge Schauspieler mit ihrer eruptiv-vitalen Körpersprache vergnüglich davon, wie aus drei einander so fremden Einzelgängern eine widerstandsfähige Gemeinschaft wird.
Eine stabile Truppe, die schließlich auch der jungen Luise, Danis Mutter, dazu verhilft, sich ihrer eigenen prekären Lebenssituation zu stellen. Eine Episode, eher am Rande, die Katharina Voß mit anrührender Zartheit dem aufmerksamen Zuschauer als schauspielerische Delikatesse ins Gedächtnis schreibt.
Keiner ist hier der Looser."
Erika Stephan, Thüringer Allgemeine

"Großes Theater für Kleine im Rudolstädter Tumult.
Saschas Vater gibt Urwaldlaute von sich, weshalb sich Sascha ein wenig für ihn schämt. Dani, der neue Nachbarsjunge, der als Agent in geheimer Mission unterwegs ist, möchte der Sache auf den Grund gehen. 'Der kann keine Kinder leiden', gibt Sascha ihm als Warnung mit auf den Weg, worauf ein Sechstklässler aus dem Publikum bemerkt: 'Selber 'n Kechel!'

Die Szene ist rührend und symptomatisch zugleich, zeigt sie doch, wie die Schüler (...) die Spielvereinbarung angenommen haben. Gabriel Kemmether (Sascha) und Gregor Wolf (Dani), die da von einem Zwölfjährigen als 'Kegel' bezeichnet werden, haben beide die Mitte des dritten Lebensjahrzehnts überschritten. Sie spielen die Jungen aber so perfekt, daß sie als Gleichaltrige angenommen werden. (...)

Die Inszenierung, die Torsten Krug und Nanni Marotzke auf die Bretter des kleinen "Theater Tumult" auf die Bühne gebracht haben, ist ein wundervolles Stück Theater mit ausgezeichneten Darstellern. Den Sechstklässlern (...) war keine Sekunde langweilig, auch die wenigen Erwachsenen zur Premiere (...) hatten einen Heidenspaß.

Das Stück des Kanadiers David S. Craig ist sowohl für Schulklassen als auch für einen Besuch in Familie geeignet. Papis sollten aber auf der Hut sein. Wer sich auf das Spiel einläßt, muß damit rechnen, daß ihm vor Rührung eine Träne durchs Knopfloch kullert. Vor aller Augen."

Thomas Spanier,
Ostthüringer Zeitung

"Torsten Krug inszeniert temporeich und ohne Sozialkitsch, unterstreicht mit irrealen und phantastischen Momenten die kindliche Distanz zur Wirklichkeit. So tritt - sehr zum Vergnügen des jungen, aufmerksamen Publikums - Saschas Vater nur als brüllender Dinosaurier in Erscheinung oder Dani spielt mit seinem Kumpel akkurat Fußball mit einem unsichtbaren Ball.
Getragen wird die Inszenierung vor allem durch die begabten Jungschauspieler, die sich überzeugend von der Komik zur Tragik, von der Stärke zur Schwäche, von der Realität zur Fantasie bewegen und sich überdies in der nur mit Umzugskisten gestalteten Bühne (Ausstattung: Nanni Marotzke) pudelwohl zu fühlen scheinen."
Stefanie Grießbach, Ostthüringer Zeitung

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Männer

Liederabend von Franz Wittenbrink

"Regisseur Krug zelebrierte mit den Herren Arpe, Burkia, Firit, Sachse, Teigel, Wolf sowie Verena Blankenburg als weiblich-operngerechte Zugabe einen großen Spaß. Die Männerriege, ursprünglich in der Südkurve eines Fußballstadions säuselnd, singend und grölend, waren hier in eine Saunalandschaft verfrachtet worden (Ausstattung: Steigert). (...) Die wundersamen musikalischen Schnurren mit einem einfühlsamen Schauspiel-kapellmeister Thomas Voigt am Tasteninstrument konnten den gefangennehmen, der gewillt war, zu hören, wie Akzente verschoben werden können, wie großartig normale Schauspieler in Rudolstadt singen können, wie Lieder eines Funny van Dannen oder Sven Regener ins Ohr gehen und "Eine kleine Nymphomanin" auf den platten Urgrund männlicher Rituale führt. Die Rudolstädter Theatergänger zeigten sich von diesen Cover-Versionen, die eben kein Abklatsch von tausendmal Gehörtem waren, hellauf begeistert und erstritten Zugaben."
Thüringer Allgemeine


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2006/2007

Stones

Jugendstück von Tom Lycos und Stefo Nantsou

„Torsten Krug inszeniert das mit zwei hochbegabten Schauspielschulabsolventen so präzise und schonungslos, daß es an die eigene Aggression und Hilflosigkeit rührt.“
Volker Hagedorn, DIE ZEIT
"Es ist der pure Übermut. Anfangs. Verwegen und ungestüm toben Flo und Diesel, 12 und 15 Jahre alt, durch ihre kleine Welt, rütteln an Schranken. Verschlossen die Garagentür, unerreichbar das Objekt der Begierde: ein Mercedesstern als Trophäe. Wohin mit der gärenden Energie, die Lust auf Unerprobtes? Diesen draufgängerischen Wagemut zwischen Tatendurst und Katastrophe trifft der junge Regisseur Torsten Krug mit den nur wenig jüngeren Schauspielern Gregor Wolf (Flo) und Alexander Darkow (Diesel) genau mit einem faszinierenden Schwebezustand, der Alltagsbanalität in den kreisenden Sog eines Albtraums treibt. Was als Spiel begann, endet im Entsetzen. Steine auf vorbeifahrende Autos treffen einen Menschen tödlich . . . Dann stehen die beiden, Kinder noch und beladen von Schuld, vor einer Konsequenz, auf die die beiden Schauspieler in den Rollen ihrer polizeilichen Gegenspieler nach einer Antwort suchen. Fast aus dem Nichts - nur zwei graue Röhrenteile, eine metallene Leiter - hat Andrea Marotzke eine Spielfläche gebaut, auf der sich aus musikalisch-rhythmischer Grundbewegung heraus der rotierende Wechsel von Kraftmeierei und Coolness entwickelt. Da gelingt Regisseur und Darsteller - Gregor Wolf nach "Boxerherz" jetzt spielerisch gelöst, Alexander Darkow noch ein wenig angespannt - ein Spiel hart an der Grenze zwischen Leichtsinn und Verbrechen. Und nur eine winzige Geste am Schluss deutet auf entgegengesetzte Wege der beiden Jungen in der Zukunft."
Erika Stephan, Thüringer Allgemeine

"Im Stundentakt prasseln "Das Strafgericht", "Das Familiengericht" und "das Jugendgericht" bei RTL auf den Zuschauer ein. Kein Fall, der nicht schon in einer TV-Gerichtsshow ver(sc)handelt wurde. Was soll da noch ein Jugendstück wie "Stones", das am Donnerstag in der Inszenierung von Torsten Krug im Rudolstädter Theater Premiere hatte? Die Antwort gibt das zumeist jugendliche Publikum am Ende der Vorstellung selbst, betroffen dreinblickend, artig Beifall spendend und draußen in der Kälte heftig diskutierend. Flo (13) und Diesel (15) verbringen ihre Zeit mit Dingen, die Jungen in diesem Alter auf der ganzen Welt tun: Grenzen austesten, Mut proben. Zur Musik von Nirvana (das hören die Teenies jetzt echt wieder!) klettern sie im Lagerhaus umher, nennen sich liebevoll Scheißidiotenarschgesicht", lesen Steine aus einem Bach. Die werfen sie - was für ein Gaudi!- von einer Autobahnbrücke. Der letzte Stein trifft einen Fahrer tödlich. Die Kinder laufen davon, rufen nach der Mama. Polizeiverhöre und Gerichtsverhandlungen folgen. Gregor Wolf (Flo/Quandt) und Alexander Darkow (Diesel/Rottner) spielen sowohl die Jungen als auch die vernehmenden Polizisten. Nur eine Mütze auf dem Kopf oder ein Schlips unter der Jacke machen die Verwandlung äußerlich deutlich. Um so intensiver ist das Spiel der beiden, der unsichere Flo gibt den verständnisvollen Polizisten, der fiese Diesel den harten Bullen. Das Duo agiert in spartanischer Kulisse (Ausstattung Andrea Marotzke) aus zwei rechteckigen Hohlkörpern und einer Leiter, jegliche Requisiten werden nur pantomimisch angedeutet. Alles in diesem Stück konzentriert sich so auf die Frage Dummer-Jungen-Streich oder Mord, schuldig oder nicht schuldig, in die das gespaltene Publikum offensiv mit einbezogen wird. Am Ende steht der freigesprochene Flo noch einmal auf der Autobahnbrücke. Er hat seine Lektion gelernt, das Publikum auch. Keine Gerichtsshow hatte je so viel Tiefgang."
Ostthüringer Zeitung

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Die fetten Jahre sind vorbei

Schauspiel nach dem gleichnamigen Film von Hans Weingartner
Für die Bühne eingerichtet von Gunnar Dreßler

„Wenn eine Premiere richtig gefeiert wurde, dann die am Sonntag im Winterstein-Theater der Kreisstadt: Minutenlanger Applaus, auch von den älteren Besuchern. (...) Ja, es wurde gekifft, gelitten und geliebt, einfach gelebt, von großartigen Schauspielern auf der Bühne - (...) Auch die, die den Film gesehen hatten, waren begeistert: (...) 'man sollte es einfach gesehen haben'.“
Chemnitzer Freie Presse

„Ein Spiel mit deftigen Denkzetteln, die jene Erziehungsberechtigten nicht nur in den Villen hinterlassen, sondern auch den Zuschauern in die Taschen stecken. So offen wird über die Demontage sozialer Gerechtigkeit, Profitgier, politische Heuchelei und Deformation sonst kaum geredet. (...) So scheinbar beiläufig, wie die Theaterkunst hier das Wort ergreift, so eindringlich sind die Denkanstöße. (...) Und das wird hier in der Annaberger Inszenierung nicht einfach so vorgesetzt, das entwickelt sich glaubhaft, lebensnah, blutvoll aus dem Spiel heraus, aus den Dialogen, aus den Aktionen.“
Chemnitzer Freie Presse

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2005/2006

Der einsame Westen

von Martin McDonagh

„Langer Beifall - für die überzeugenden Darsteller und Regisseur Torsten Krug.“ Chemnitzer Morgenpost

„Das Stück (...) führt mit todernstem, mit kohlrabenschwarzem Humor in tiefe Abgründe menschlicher Zerwürfnisse. Am Premierenabend am Freitag im Chemnitzer Schauspielhaus tobt eine Kaskade von Fluch und Verderbnis, Verkommenheit und Aussichtslosigkeit über die Bühne, daß es einen graust. (...) Aber: Der Irrwitz hat System. (...) Torsten Krug, der das Stück inszeniert, und seine Darsteller (...) haben den Exzess beim Wort genommen.“
Chemnitzer Freie Presse


„Und irgendwie hat dieser einsame Westen auch viel vom real existierenden Osten: Es ist ein Ort, an dem die Träume verloren gegangen sind, wo zwischen Haß und Ohnmacht die Gleichgültigkeit wächst. (...)
So wie Torsten Krug die krude Story inszeniert, erscheint das Raufen und Saufen bald so absurd, daß es zuweilen einem Comic-Strip ähnelt. Mit Situationen, die unglaublich scheinen. Mit überaus markanten Typen, die sich nicht entwickeln, allenfalls verstellen. Die aber dem derben Miteinander sogar herzerweichende Seiten abgewinnen. Und trotzdem bleibt es ein merkwürdiges Vergnügen, ihnen zuzuschauen.“
Stadtmagazin Streicher

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starting point. Carlfriedrich Claus (UA)

von Torsten Krug

„Ein schlichter Raum, vier (Video-)Wände - sie bilden die (Proben-)Bühne für den Lebenskampf: Karate, ein sauberer Sport, der schnelle Entscheidungen fordert und äußerlich nicht verletzt. Bilder in Zeitlupe. Dazwischen die Schauspieler Maike Jebens, Carola Sigg, Michael Pempelforth. Und das Publikum. Es ist Teil des Experiments. (...) Das Werk von Carlfriedrich Claus gilt gemeinhin als schwer zugänglich. Nichtsdestotrotz hat Claus die Erklärung für seine Art der Kunstproduktion in vielen, inzwischen auch zugänglichen Briefen, Tagebuchaufzeichnungen und Gesprächen selbst geliefert. Aus diesem Fundus schöpft Regisseur Torsten Krug. Und es gelingt ihm, (...) den zunächst verschlossen scheinenden 'Experimentalraum' des Carlfriedrich Claus Stück für Stück zu öffnen. (...) Dreigeteilt stellt er die Persönlichkeit des Künstlers dar, (...) dargestellt von drei Spielern, die sich selten im Dialog treffen, dennoch nie aneinander vorbei- und nie aufeinander einreden, sich gleichwohl nicht begegnen wollen im Kuß oder in einer anderen Berührung - was dem sehr textlastigen (aber nicht überlasteten) Stück berührende Züge verleiht. (...) Am Ende heben sich die Wände, die Zuschauer werden ins Leben entlassen. Ein Anfang - das Stück heißt 'starting point'."
Chemnitzer Freie Presse

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2004/2005

Flüchtlingsgespräche

von Bertolt Brecht

„Es ist ein ziemlich harter Brocken, den sich Torsten Krug für sein Chemnitzer Regiedebüt gewählt hat (...) - das Premierenpublikum am Samstag (...) jedoch sparte nicht mit Beifall.“
„Insgesamt ein gelungener Brecht-Abend, nicht zuletzt wegen der Lieder Hanns Eislers, die Muriel Wenger als schöne Unbekannte hauchen durfte. Schnöde, zynisch, aber niemals hoffnungslos.“

Chemnitzer Freie Presse

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2003/2004

Du sollst nicht lieben

von Georg Kreisler

„Schaurig-traurig, und viel Humor! Voller Erfolg: „Du sollst nicht lieben““
„Da glaubt man, die Schauspielerin zu kennen, vermeint zu wissen, daß sie nicht nur eine gute Stimme hat, sondern auch trefflich singen kann (...) - und dann kommt diese verrückte Premiere vom Wochenende.“
„Verdienter Beifall für Autor, Regisseur, Schauspieler!“

Norddeutsche Neueste Nachrichten

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1999

Mefausto. Goethes Faust in ursprünglicher Gestalt

nach Johann Wolfgang von Goethe

"Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, der frühe Faust, der junge, wißbegierige Faust in einem alten Hörsaal der Universität. Das paßt so gut, die quälenden Monologe über die Endlichkeit des Wissens, die verbissenen Diskussionen über Sinn und Dasein - wo anders als vor oder hinter dem Katheder müssen sie geführt werden, wann anders als in der Studentenzeit werden sie so existentiell geführt.
Also lamentiert Dr. Faust sein 'Habe nun ach...' in einer schwachen Minute vor den Studenten, die ihm zum Geburtstag ein Ständchen bringen. Mephisto dagegen läßt sich als ehrbarer Professor hofieren und verführt seine gelehrigen Studiosi hinter vorgehaltener Hand mit zweideutigen, schlüpfrigen Angeboten. Während Gretchen, als Putzfrau, die Lehrformeln - oder Leerformeln? - von der Tafel wischt.
(...) Schöne Bilder entstehen im Hörsaalrund, und wenn Gretchen wie in Trance ein spanisches Schlaflied für ihr totes Kind singt, ist 'Faust' nicht mehr nur ein deutsches Drama, sondern ganz einfach ein menschliches Drama."
Reutlinger Generalanzeiger

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